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Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie

Die Sängerin Chinawoman

Das soziale Netzwerk MySpace ist vom Konkurrenten Facebook schon längst überholt worden. Viele Abmeldungen musste das Verzeichnis seitdem hinnehmen, weil viele eben zu jenem Konkurrenten wechselten und ihren Account bei MySpace löschten. Allerdings blieben einige – wenn nicht sogar viele – und MySpace wird und bleibt vor allem dadurch beliebt, Musikern und Bands zu gestatten, sich eigene Profile anzulegen und so Freunde hinzuzufügen um dadurch beliebter zu und vor allem bekannter zu werden. Ein deutlicher Vorteil gegenüber den Seiten bei Facebook, bei denen man erst darauf hofft, entdeckt zu werden.

Viele Musiker schafften es mit ihren selbst produzierten Songs und Lieder, die sie auf MySpace hochgeladen haben, bis ganz nach oben zu kommen. Auch Michelle ist das gelungen. Doch unter ihren richtigen Namen wird sie wahrscheinlich keiner finden, denn die russisch-stämmige Kanadierin ist weitgehend bekannt unter ihren Pseudonym und Bandnamen “Chinawoman”. Sie ereilte ebenfalls das Glück über MySpace bekannt zu werden, wobei es dazu fast nicht gekommen, denn schließlich musste erst ein Freund 2005 sie darauf aufmerksam machen, ihre Songs auf der Plattform zu veröffentlichen – alle sind selbst geschrieben.

Und so produzierte die jetzt in Berlin lebende Michelle Songs. 2007 waren es dann so viele, dass sie ihr erstes Album präsentieren konnte, welches auf den Namen “Party Girl”. Im Übrigen ist dem Pseudonym ebenfalls ein Zufall geschuldet, denn Chinawoman rührt daher, weil Michelle immer fälschlicherweise immer für eine Asiatin gehalten wurde. Im Musikstil ist findet sich auch Michelles Herkunft wieder, schließlich singt sie zwar europäische Chancons, allerdings verschmelzen diese mit sowjetischen Balladen. Es dauerte nicht lange, bis 2010 ihr zweites Album “Show Me the Face” und der Umzug in die Szenestadt Berlin folgte. Chinawoman trat auch auf dem Fusion Festival auf.

Im Trend: Wu Lyf

Wu Lyf? Noch nie gehört! Wer oder was soll das sein? Kenner der Musik-Szene, besonders die im modernen Punk-Rock-Pop-Bereich, wissen sofort von wem hier die Rede ist. Für alle anderen ist es ein Rätsel und das ist absolut so gewollt.

Wu Lyf ist eine tolle, junge und aufstrebende Band Anfang 20-Jähriger aus Manchester, die es von Beginn an einfach mal anders probiert haben: die vier Musiker haben alles daran gesetzt, ein großes Geheimnis um sich und ihre Musik zu machen. Keine Interviews, keine Bilder! Sie treten auf vernebelten Bühnen, mit Taschentüchern vermummt auf und bringen einen Sound zum Besten, der so einzigartig wie originell ist, dass man sich nur noch mehr für die Personen interessiert, die sich dahinter verstecken. Aber gerade in der heutigen Zeit bleiben Geheimnisse nicht lange geheim!

Ob gewollt oder nicht: die meisten Geheimnisse sind nun raus. So ist bekannt geworden, dass der Bandname für „World Unite Lucifer Youth Foundation“ steht, was nun auch die vielen Biblischen Anspielungen in ihren Songs erklären lässt. Auch die Namen der Mitglieder sind kein Geheimnis mehr. Wu Lyf, das sind Ellery Roberts, Tom McClung, Evans Kati sowie Joe Manning und Interviews gehören nun auch dazu. Sie bezeichnen ihre Musik selbst als „Heavy Pop“. Wofür das „Schwer“ in ihrem Stil steht, bleibt jedem selbst überlassen. Ihre Musik ist erfrischend anders, wenn Original-Orgelklänge ertönen und mit Stammestanz-Trommel-Rhythmen vereint werden. Anders war auch ihr Einstieg in die Branche, was vielen gerade jetzt wie ein geplantes Schauspiel vorkommt, dass von cleveren Managern noch cleverer inszeniert wurde, um einen Hype zu entfachen. Egal warum und wie, der Plan ist aufgegangen und die Musik bleibt anders, neu und modern und wird schon bald nicht nur auf der Insel einen breiten Bekanntheitsgrad erreichen!

Die Berliner Fuckparade

Am vergangenen Wochenende kam es in Berlin zu Fuckparade. Dies ist eine Parade die es mittlerweile seit 1997 gibt und welche auf einer immer weiter steigende Anhängerschaft zurückblicken kann. gegründet wurde diese Parade 1997 als Gegenumzug zur Loveparade und hat seitdem Bestehen. So waren es dieses Jahr stolze 8000 Menschen beim Umzug, was eine Verdopplung der Vorjahreszahl bedeutet und Beobachter gespannt beobachten lässt, ob die Parade weiterhin solch einen großen Zuwachs feiern kann.

Dieses Jahr hat sich der Umzug auf jeden Fall gelohnt. So begann der Umzug schon knallbunt und mit lauter Musik in Berlin Mitte und fand dann seinen Weg durch Berlin. Endstation war dann der Bezirk Friedrichshain, welcher vor allem durch die starken Bässe und lauten Beats die Anwesenheit der Fuckparade bemerkte. Aber auch leicht und verrückt gekleidete Frauen und auch Männer bekamen mit Sicherheit den einen oder anderen neugierigen Blick zu geworfen.

In einem Polizeibericht heißt es nach dem Wochenende, dass der Umzug größtenteils ohne Vorkommnisse ablief und es ein entspannter Nachmittag für die Beamten war. Ausnahmen waren dabei ein paar Flaschenwerfer welche sich Polizisten als Zielscheibe ausgesucht hatten. Auch ein paar Autos am Straßenrand wurden beschädigt, was bei feierwütigen “Fuckern” keine Überraschung sein dürfte. So wurden immerhin auch 7 Teilnehmer des Umzuges festgenommen, weil sie auf das Dach eines Autos stiegen, welches mit Sicherheit dann zu den aufgezählten Beschädigten gehörte. Außerdem gab es noch einen Mann der zu leichtsinnig mit seiner Graffiti Dose umging und die Straße beschmierte. Als er daraufhin festgenommen wurde, versuchte ihm ein Bekannter zu helfen und ihn zu befreien, was letztendlich auch zu seiner Verhaftung führte.

Mit großer Spannung wird nun die Fuckparade 2012 erwartet, bei der mit Sicherheit die 10 000 Teilnehmer-Grenze geknackt wird.

Berlin Fuckparade (wikimedia.org)