Archiv für die ‘Festivals’ Kategorie
Das Berlin Festival 2011

Mogwai beim Berlin Festival 2011, Quelle: Peeping Thom/Flickr.com
Die Berlin Music Week endete am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof. Dort fand das diesjährige Berlin-Festival statt. Auf dem riesigen Areal, welches übrigens die größte innerstädtische Freifläche der Welt ist, spielten Musiker aus aller Welt auf drei Bühnen.
Es begann am Freitag um 14 Uhr. Auf der Hauptbühne eröffnete James Blake das Festival mit seinem Dubstep-Elektro-Beats vor einem gut gelaunten Publikum. Neben ihm waren gaben sich auch Primal Scream, Suede, The Rapture und die Hamburger Beginner die Ehre, um nur einige zu nennen.
Neben den zahlreichen Music-Acts war auf dem Gelände auch anderweitig für Entertainment gesorgt. Für eine Atmosphäre ähnlich der eines Rummels haben die Organisatoren eigens einen Auto-Scooter aufbauen lassen. Nach anfänglicher Scheu wurde dieser auch genutzt.
Wie auf jedem Festival hatten es auch die Preise auf dem Berlin Festival in sich. So kostete ein großes Bier inklusive Pfand 4,50. Zum Vergleich, auf dem Splash 14 dieses Jahr kostete ein Liter Bier 6 Euro mit Pfand.
Obwohl das Festival im Vergleich zum letzten Jahr ohne besondere Vorkommnisse verlief, werden die Veranstalter wahrscheinlich trotzdem nicht restlos zufrieden sein können. Die Zuschauerbilanz ist ein wenig ernüchternd. Mit 15.000 Gästen, also 5.000 weniger als im Vorjahr wurden die angestrebten Ziele nicht verwirklicht. Zu Gute halten wird man den Organisatoren aber, dass sie die Probleme des letzten Jahres gelöst haben – alle Acts traten pünktlich auf, die Bühnen waren nicht mehr durch Zäune voneinander getrennt und es wurde weniger geworben.
Die Resonanzen der Zuschauer fallen fast alle positiv aus. Durch die freien Wege zwischen den Bühnen war es den Gästen ein leichtes sich ihr eigenes Konzertprogramm zusammenzustellen. So sind Freunde elektronischer Musik am vergangenen Wochenende definitiv auf ihre Kosten gekommen.
Haldern 2011, ein Festivalbericht
Das Festival in Haldern am Niederrhein war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Das Pop-Festival erstreckte sich über drei Tage mit großartigen Acts.
Am Donnerstag konnten die ersten Besucher ihre Zelte aufschlagen und sich klimatisieren. Der Eröffnungsact in diesem Jahr waren die Isländer Retro Stefson. Fröhlich und heiter ging es dann auch weiter mit Ben Howard und Yuck. Highlight an diesem Abend waren The Avett Brothers aus North Carolina. Sie präsentierten einen Mix aus Bluegrass und Indie. Zwar sind sie in Deutschland noch recht unbekannt, aber bestimmt nicht mehr lange. Zur späteren Stunde fanden sich die Jungs von Coma am Niederrhein ein und mischten Electro-Beats und Techno unter die Leute.
Am zweiten Tag fing es recht früh wieder los. Kaum hatten sich die Festivalbesucher in ihre Schlafsäcke begeben, hieß es wieder aufstehen, denn Bodi Bill ist da. Es folgte Gisbert zu Knyphausen, die Texaner Okkervil River, James Vincent McMorrow und die The Wombats. Es wurde gezappelt was das Zeug hält.
Der Samstagnachmittag gehörte erst einmal den leisen Tönen. Der Auftritt von ‘The Balck Atlantic’, dem Quartett aus Groningen stimmte die Frühaufsteher auf einen sagenhaften Tag ein. Im Anschluss spielte der Britpoper Steve Cradock, dem es schwer viel die Meute zu mehr als einen Kopfnicken zu motivieren. Dies schaffte aber später der kanadische Songwriter Dan Mangan.
Am späten Nachmittag ging es aber erst richtig los. Während Timber Timbre im Zelt begeistert, spielte James Blake draußen seinen bekannten Dubstep.
Für viele Besucher war aber das absolute Highlight Hauschka. Der Düsseldorfer bekam für seine Musik, die er mit Tischtennisbällen oder Klebeband erzeugte, viel Aufmerksamkeit.
Ähnlich viel Anerkennung erhielten die vier Amerikanerinnen Warpaint und Fleet Foxes für deren Darbietung. Tag drauf mussten aber wieder das Umzugsmaterial gepackt werden – bis zum nächsten Mal.
Bericht: Das Dockville-Festival 2011
Nass wurde es auf dem fünften Dockville Festival in diesem Jahr. Die Besucher kämpften mit Schlamm und Regenfällen vom Himmel und sogar die Bühnen hielten dem Wetter nicht immer stand. Doch trotz des miesen Wetters wurde das Festival zum Erfolg.
130 Acts aus dem Indie-Rock, HipHop und Elektro wurden mit Begeisterung empfangen und und die Besucher feierten bis in die Morgenstunden.
Doch zuerst sah es mau für die Veranstalter des Dockville Festivals aus. In den ersten Stunden fiel so viel Regen, dass das ganze Gelände unter Wasser stand. Sogar die Zeltbühne Maschinenraum konnte nicht mehr genutzt werden. Die Auftritte, die hier angekündigt waren, mussten auf andere Bühnen verteilt werden und so hatten es die ersten Acts etwas schwer. Doch sowohl Materia als auch die Editors und Johnossi gingen sehr gut damit um. Schnell wurde klar, dass das Wetter die Lust am Feiern nicht schmälern kann und so wurde das Dockville zu einem ‘Matchville’ mit einer Portion Ironie. Wer aus der Nähe kam, zog kurzentschlossen seine Gummistiefel an und stürzte sich mit blauen Müllsäcken in die Menge.
Bereits am nächsten Tag wurde der Wettergott gnädig und beschenkte die Besucher des Festivals mit Sonne. Die nassen Stellen trockneten und die Wiesen wurden schnell zum Chillen genutzt. Auch wenn es vor den Bühnen noch matschig war, konnten Flächen der Maschinenraumbühne abgesichert werden, so dass das Programm wie geplant fortgeführt werden konnte.
Sonntag kam es dann ein zweites Mal zu Regenfällen und die Maschinenraumbühne war kurze Zeit wiedereinmal gefährdet. Noch kurz vor dem Auftritt der Band Dashwood war nicht klar, ob diese überhaupt auftreten können, doch die Entscheidung, die Jungs doch auftreten zu lassen, erwies sich als goldrichtig. Noch während des Auftritts zeigte sich wieder die Sonne und so gab es beim Hauptact, den Crystal Fighters, kein Halten mehr für die Festivalbesucher.

Schlamm auf dem Dockville 2011, Foto: carolinneumann_flickr