Festivalbericht: Oya 2011

Gelände des Oya Festivals, Foto: carmymac_flickr
Trotz der dramatischen Ereignisse, die in jüngster Zeit in Oslo stattfanden, wurde nun wieder gefeiert- und zwar auf dem größten Festival Norwegens, das Oya Festival. Auch in diesem Jahr strömten zahlreiche Gäste aus sämtlichen Nationen in die Hauptstadt des Landes, um dort direkt am Fjord Musiker wie Kanye West, Lykke Li oder die Fleet Foxes zu bewundern. Statt Drama traf hier unter dem Motto „Taking Oslo back“ ein friedliches, stimmungsvolles Sommerhighlight ein, das die Stadt wieder neu belebte.
Auf vier Bühnen fanden sich die Acts aus verschiedensten Genres ein, um im Nachtprogramm die musikalische Feierstimmung in die zahlreichen Clubs weiter zu zelebrieren. Hier trafen populäre Top Acts und Newcomer in einem bunt gemischten Programm zusammen, das niemanden besonders hervorhob oder schubladenartig zusammenpferchte, was die Festivalbesucher gut auf Trab hielt, um die gewünschten Acts zu finden.
Man befreite sich aus der Starre der erschütternden Nachrichten und feierte zusammen. Sogar in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der das Bombenattentat stattfand, trampelte man in Richtung Clubs und Bars die negativen Ereignisse nieder und erfüllte diesen Raum wieder mit Lebendigkeit. Stadt und Organisatoren taten also ein Gutes daran, das Festival trotz allem stattfinden zu lassen, um sich ihre Stadt wieder zurück zu erobern und nicht in den Händen eines Attentäters zu lassen, dessen Ziel es war ebendiese Freude und den Frieden durch Leid und Erschütterung erstarren zu lassen.
Schon zum zwölften Mal fand nun das Oya Festival in perfekt organisiertem und freundlichem Kleid inmitten der nordischen Schönheiten aus Wasser, Bergen und Sonnenuntergängen statt. Wenn auch gut gemischt, so war das Programm doch von viel Rock und Metal geprägt, während es erst in den Clubs zum Nachtprogramm auch elektronisch zuging. Wer das im nächsten Jahr genießen will, sei jedoch vor größeren Schockzuständen gewarnt, die sich beim Anblick der saftigen Preise einstellen könnten- Oslo ist eine der teuersten Städte der Welt.